Schauraum – Das Fest der Museen und Galerien

Im Rahmen der langen Nacht der Museen und Galerien ist die Dauerausstellung der Villa ten Hompel Geschichte – Gewalt – Gewissen am kommenden Samstag, dem 07. September 2019 von 14 bis 24 Uhr geöffnet.
An diesem Tag werden vier kostenlose öffentliche Kuratoren-Führungen von Thomas Köhler und Christoph Spieker angeboten. Beginn ist jeweils um 16, 18, 20 u. 22 Uhr.

Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen!

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Nachruf

Das Team der Villa ten Hompel trauert um

Dr. Thomas Kleinknecht (25.08.2019)
einen Weltgelehrten mit Bodenhaftung.

Er hat uns gefordert, überrascht  mit seinen „Grund-legenden“ Gedanken. Ob Konfuzius, Arno Schmidt oder Laotse, ob Harvard oder Münster; seine gewichtigen Diskussionsbeiträge stecken voller historischer Bezüge und verdichteten immer Philosophie und Ethik.

Seine Beiträge bereicherten das Spektrum der Villa in den letzten zwei Jahrzehnten.
Über Jahre beantwortete er mit Kennerschaft und Feingefühl, Fragen zur Zeitgeschichte und insbesondere zu familiären Verstrickungen in die Zeit des Nationalsozialismus.

Der Förderverein des Geschichtsortes war ihm mehr als ein Arbeitgeber. Selbst im Ruhestand trug er den Verein durch sein ehrenamtliches Engagement mit.

Theater wurde zu seiner späten Leidenschaft – ob in den Rieselfeldern, der Stadtbücherei oder in der Villa ten Hompel.

Unvergessen bleiben seine Gedichte zu privaten Anlässen mit denen es ihm gelang Metaphern und Gefühle in Reimform zu bringen.

Mögen seine Gedanken noch lange in uns wirken.

Dr. Michael Seligman, Vorsitzender des Fördervereins Villa ten Hompel
Dr. Christoph Spieker, Leiter Geschichtsort Villa ten Hompel

tk
Thomas Kleinknecht (c) Ralf Emmerich

Erste Veranstaltung im 2. Halbjahr

Im Rahmen der „Mittwochsgespräche“ ist am 04. September 2019 Dr. Manfred Lütz aus Bornheim bei Bonn Gastredner. Die Veranstaltung findet nicht in der Villa ten Hompel statt, sondern im Schloss der Westfälischen Wilhelms-Universität am Schlossplatz 2, Vortragssaal S10.

Dr. Lütz wird zum Oberthema „Haltungen und Handlungsräume im Nationalsozialismus“ sprechen und hierbei von seinem Großonkel Paulus van Husen – einem Widerstandskämpfer – dem Kreisauer Kreis und dem Hitler-Attentat vom 20.07.1944 erzählen.

Die Veranstaltung wird möglich gemacht durch folgende Kooperationspartner:
Evangelisches Forum Münster e. V., Gegen Vergessen – Für Demokratie Regionalgruppe Münsterland e.V., der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e. V., dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte und Münster Marketing.

 

Hinweis: Studienfahrt des IBB Dortmund

Aufgrund der langjährigen Freundschaft mit dem IBB möchten wir auf folgende Veranstaltung hinweisen:

Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk setzt sich als Teil der ökumenischen Friedensbewegung für Völkerverständigung, Versöhnung und Toleranz ein. Die Arbeit des IBB wird von Kirchen und Stiftungen im Land Nordrhein-Westfalen, vom Bund und verschiedenen Programmen der Europäischen Union finanziell und ideell unterstützt. Das IBB verfügt über ein europaweites Netzwerk von Partnerorganisationen, mit denen es in verschiedenen Projektzusammenhängen kooperiert.

Vom 13. bis zum 19.10.2019 findet nun eine Studienfahrt in die Niederlande statt. Diese Fortbildung trägt den Titel „Auf den Spuren jüdischen Lebens in den Niederlanden“ und richtet sich an Lehrkräfte und Mitarbeitende der Jugendarbeit. Stationen hierbei werden u.a. das Durchgangslager Westerbork in der Provinz Drenthe, das Dorf Hoogeveen – als wichtiger Ort des Widerstandes während des Zweiten Weltkriegs – sowie mehrere bedeutsame Stätten in Amsterdam sein.

Sollten Sie interessiert an einer Teilnahme sein, können Sie sich hier anmelden.

Mittwochsgespräch: Antisemitismus in der Weimarer Republik

Am kommenden Mittwoch, dem 10.07.2019 dürfen wir Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum aus Berlin in der Villa ten Hompel begrüßen.
In ihrem Vortrag wird sie über den Antisemitismus in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg referieren und mit dem interessierten Publikum ins Gespräch gehen. Prof. Dr. Schüler-Springorum ist Historikerin und Direktorin des Zentrums für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin.
Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Evangelischen Forum Münster e. V., der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e. V. und dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte möglich gemacht.