Internationaler Holocaust-Gedenktag

Am Montag, dem 28.01.2019 laden die Münsteraner Schulen zur Teilnahme anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages ein.

Die Gedenkveranstaltung beginnt um 11.30 Uhr am Platz des Westfälischen Friedens und findet unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Markus Lewe statt.

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Öffentliche Führung

Wir hoffen, Sie sind gut ins neue Jahr gerutscht und möchten Sie hiermit herzlich zur ersten öffentlichen Führung durch die Dauerausstellung am Sonntag, den 27.01.2019 einladen. Beginn ist wie immer um 15 Uhr und der Eintritt ist kostenlos, Spenden sind gerne gesehen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Weihnachtsferien

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Auch der Förderverein und das Team der Villa ten Hompel verabschieden sich in die Weihnachtspause und wünschen allen Freunden und Förderern besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2019!
Ab dem 03. Januar haben Sie wieder die Möglichkeit, die Dauerausstellung zu den gewohnten Öffnungszeiten zu besuchen.

Veranstaltungshinweise

Wir möchten Sie herzlich zu folgenden beiden Veranstaltungen einladen:

In der Reihe Mittwochsgespräche ist am 12.12.2018 Prof. Dr. Birthe Kundrus zu Gast in der Villa ten Hompel. In ihrem Vortrag „Ignoranz, Gleichgültigkeit, Passivität?“ erläutert sie ab 19 Uhr anhand von Tagebüchern und Briefen, wieviel die Deutschen damals wirklich vom Holocaust mitbekommen haben.
Diese Veranstaltung wird möglich gemacht durch folgende Kooperationspartner:
Evangelisches Forum Münster e.V., Gegen Vergessen – Für Demokratie, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte.

Am kommenden Freitag, dem 14.12.2018 präsentiert und liest Peter Schilling vom Verein Spuren finden um 19 Uhr aus neu erstellten Gedenkblättern, die in die Installation der Villa ten Hompel integriert werden. Das Gedenkbuch ist Teil der Dauerausstellung und gilt jenen Menschen, die aus politischen, religiösen, rassistischen und ideologischen Gründen verfolgt und ermordet wurden.

Erinnerungskultur

Hiermit möchten wir auf zwei Veranstaltungen am kommenden Sonntag, dem 9. Dezember hinweisen:

Um 11:30 Uhr haben Sie die Möglichkeit, gemeinsam die Erinnerung an die Opfer der ersten Deportation aus dem Münsterland in das Ghetto Riga wachzurufen. Treffpunkt ist die Gedenktafel an der Ecke Warendorfer Str./Kaiser-Wilhelm-Ring. Hier befand sich früher das Lokal „Gertrudenhof“, von dem aus am 13. Dezember 1941 jüdische Mitbürger*innen nach Lettland deportiert wurden. Das gemeinsame Gedenken wird möglich gemacht durch unseren langjährigen Kooperationspartner, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.

Im Anschluss haben Sie ab 12:00 Uhr die Möglichkeit, die Veranstaltung Spuren der Erinnerung an jüdische Familien in Wolbeck in der Villa ten Hompel zu besuchen. Dies ist eine Veranstaltung von Gegen Vergessen – für Demokratie e.V. Regionale Arbeitsgruppe Münsterland, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V. und Spuren Finden e.V.

Darüber kann man nicht einfach hinweggehen

Stolz präsentiert die Projektgruppe das Werk monatelanger Arbeit: Dr. Christoph Spieker, Dr. Alexandra Bloch Pfister, Peter Schilling, Manfred Hendricks u. Rita Schlautmann-Overmeyer (v.l.n.r., Foto: Lukas Esser)

Die Einbindung der Stolpersteine Münsters in die App des Geschichtsortes Villa ten Hompel sei eine „Weiterführung“, so Peter Schilling, Vorsitzender des Vereins „Spuren finden“. Der Verein hat in Münster 262 Stolpersteine für im Nationalsozialismus verfolgte Menschen verlegt. Da diese Steine mit bewusst wenigen Informationen ausgestattet sind, kommt dem von Stolperstein-Paten erstellten Gedenkbuch eine wichtige Funktion zu. Es dokumentiert die Geschichte derer, für die der Nationalsozialismus keinen Platz mehr in der Gesellschaft hatte.

Nun besteht  die Möglichkeit, via Smartphone überall und frei zugänglich auf Biogramme, Fotos und Dokumente der Verfolgten zurückzugreifen. Laden Sie hier die kostenfreie App der Villa ten Hompel herunter:
Im Google Play Store oder bei iTunes.

Am Geschichtsort Villa ten  Hompel wurde die App zuvor bereits verwendet, um Besucher*innen weiterführende Informationen zur Ausstellung anbieten zu können. Das Anliegen des Vereins „Spuren finden“ ist es, durch die mobile Bereitstellung der Inhalte, die jüngeren Generationen zu erreichen. Interessierte Bürger*innen können so auch im privaten Rahmen die Stolpersteine Münsters erkunden und sich nach eigenem Bestreben weiter informieren, sodass man eben nicht nur darüber hinweggeht.

Wurden die Stolpersteine bisher nur zur Kenntnis genommen, kann nun mehr über die Schicksale erfahren werden, welches ein aktiveres Erinnern und Gedenken in Gang setzen soll. Selbst im Geschichtsunterricht in Schulen Münsters, so Peter Schilling, würde die App Verwendung finden, da Lehrkräfte zusätzlich auf die Funktionen eines Glossars zurückgreifen können, die den Schüler*innen das Lernen über den Nationalsozialismus und die Shoah erleichtere.