Letzte Veranstaltungen in diesem Kalenderjahr

Am Sonntag, dem 15. Dezember 2019 findet das Gedenken an die erste Deportation aus Münster ins Ghetto Riga vom 13. Dezember 1941 statt.
An der Stelle des heutigen Geschäftszentrums Warendorfer Straße/Ecke Kaiser-Wilhelm-Ring stand früher die Gaststätte Gertrudenhof. In ihrem Saal wurden vom 10. bis 12. Dezember 1941 390 jüdische Menschen aus dem Münsterland und Münster vor ihrer Deportation nach Riga festgehalten. Die Deportation erfolgte dann vom Güterbahnhof Münster über die Stationen Osnabrück und Bielefeld ins lettische Riga. Von den 299 münsterischen Juden, die in Ghettos und Lager verschleppt wurden, überlebten nur 24 den Holocaust.
Das Andachtstreffen beginnt um 11:30 und ist eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.

Am gleichen Tag findet ab 12 Uhr eine Matinee zum 20. Geburtstag des Geschichtsorts Villa ten Hompel statt.
Für genaue Programminfos informieren Sie sich auf der Homepage des Geschichtsorts und bei Facebook!

Gedenkblätter im Gespräch

Präsentation und Lesung aus neu erstellten Gedenkblättern mit Peter Schilling am Mittwoch, dem 11. Dezember 2019 um 19 Uhr

Das Gedenkbuchprojekt des Vereins „Spuren Finden” möchte die Bürgerinnen und Bürger des Münsterlandes, die durch Verfolgung und Ermordung unter nationalsozialistischer Unrechts- und Gewaltherrschaft zu Opfern geworden sind, in das Gedächtnis der Gesellschaft zurückholen. Das Interesse soll auf jene Menschen gelenkt werden, die aus politischen, religiösen, rassistischen und ideologischen Gründen verfolgt und ermordet worden sind: Juden und Sinti und Roma, „Gemeinschaftsfremde” und Homosexuelle, Zeugen Jehovas und „Euthanasie”-Opfer, Menschen des konfessionellen und politischen Widerstandes.
Das Gedenkbuch ist Teil der Dauerausstellung in der Villa ten Hompel.

Dies ist eine Veranstaltung des Vereins Spuren finden e.V.

„Wer spart, hilft Adolf Hitler“ – Wie nationalsozialistisch waren die Vorläuferinstitute der heutigen Sparkasse im „Dritten Reich“?

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© Ashendorff Verlag, Münster

Als eine der ersten Sparkassen in Deutschland überhaupt stellt sich die Sparkasse Münsterland Ost ihrer belasteten NS-Vergangenheit in der vorliegenden unabhängigen Studie des Geschichtsorts Villa ten Hompel und des Westfälischen Wirtschaftsarchivs.
Wie sah der Alltag der Sparkassen in den Jahren von 1933 bis 1945 aus? Wie stark wirkte sich die NS-Ideologie auf die Geschäftspraxis aus? Was waren die Konsequenzen für langjährige Kunden wie jüdische Bürgerinnen und Bürger, die nun verfolgt wurden? Und in welchem Maße finanzierten auch die Sparkassenkunden den Vernichtungskrieg gegen Europa mit?

Diesen Fragen gehen die AutorInnen und HerausgeberInnen des Buches am Donnerstag, dem 05. Dezember 2019 ab 19 Uhr nach und stellen sich den Fragen des Publikums.

Das Buch „Wer spart, hilft Adolf Hitler“ – so lautete der Titel einer Werbeanzeige der Sparkasse aus dem Jahr 1933 – gibt anschauliche und detailreiche Antworten in einer chronologisch-thematischen Erzählung.

Führung durch die Dauerausstellung

Wie jeden letzten Sonntag im Monat bietet ein Mitarbeiter der Villa ten Hompel auch am 24.11.2019 eine kostenlose Führung durch die Dauerausstellung „Geschichte – Gewalt – Gewissen“ an. Dies ist die letzte öffentliche Führung in diesem Jahr.
Der Beginn ist wie immer um 15 Uhr, der Eintritt ist kostenlos, Spenden für den Förderverein sind erwünscht. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig.

Hitlers Tischgespräche

Am kommenden Donnerstag, dem 21. November 2019 haben Sie ab 19 Uhr wieder die Möglichkeit, den Schauspieler Andreas Breiing in seiner Rolle als Adolf Hitler zu bewundern, wenn er Hitlers Monologe über Gott und die Welt darbietet.

Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt, deshalb wird vorab um eine Reservierung im Sekretariat der Villa ten Hompel unter 02 51/4 92-71 01 oder unter tenhomp@stadt-muenster.de  gebeten.

Der Eintritt beträgt 10 € pro Person.

Schauen Sie auch einmal unter http://www.tischgespraeche-doku.de

„Rund um die Villa“

Am Sonntag, dem 17.11.2019 begrüßt Sie der Historiker Timm C. Richter um 14 Uhr wieder zu einem geführten Spaziergang durch das historische Münster rund um die ehemalige Fabrikantenvilla ten Hompel.

Mehrere Dienststellen von Partei und Staat der Jahre 1933 – 1945 werden Stationen sein, ebenso wie Orte der Verfolgung im Erpho- und Mauritzviertel.

Treff- und Endpunkt ist jeweils der Geschichtsort Villa ten Hompel, der Spaziergang dauert ungefähr 90 Minuten, die Kosten betragen 5 € pro Person. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.