Veranstaltungshinweise

Wir möchten Sie herzlich zu folgenden beiden Veranstaltungen einladen:

In der Reihe Mittwochsgespräche ist am 12.12.2018 Prof. Dr. Birthe Kundrus zu Gast in der Villa ten Hompel. In ihrem Vortrag „Ignoranz, Gleichgültigkeit, Passivität?“ erläutert sie ab 19 Uhr anhand von Tagebüchern und Briefen, wieviel die Deutschen damals wirklich vom Holocaust mitbekommen haben.
Diese Veranstaltung wird möglich gemacht durch folgende Kooperationspartner:
Evangelisches Forum Münster e.V., Gegen Vergessen – Für Demokratie, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte.

Am kommenden Freitag, dem 14.12.2018 präsentiert und liest Peter Schilling vom Verein Spuren finden um 19 Uhr aus neu erstellten Gedenkblättern, die in die Installation der Villa ten Hompel integriert werden. Das Gedenkbuch ist Teil der Dauerausstellung und gilt jenen Menschen, die aus politischen, religiösen, rassistischen und ideologischen Gründen verfolgt und ermordet wurden.

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Chag Chanukka Sameach

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Wir wünschen allen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, auch im Namen unserer Kooperationspartner, ein besinnliches Lichterfest und allen anderen einen harmonischen ersten Advent!

Erinnerungskultur

Hiermit möchten wir auf zwei Veranstaltungen am kommenden Sonntag, dem 9. Dezember hinweisen:

Um 11:30 Uhr haben Sie die Möglichkeit, gemeinsam die Erinnerung an die Opfer der ersten Deportation aus dem Münsterland in das Ghetto Riga wachzurufen. Treffpunkt ist die Gedenktafel an der Ecke Warendorfer Str./Kaiser-Wilhelm-Ring. Hier befand sich früher das Lokal „Gertrudenhof“, von dem aus am 13. Dezember 1941 jüdische Mitbürger*innen nach Lettland deportiert wurden. Das gemeinsame Gedenken wird möglich gemacht durch unseren langjährigen Kooperationspartner, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.

Im Anschluss haben Sie ab 12:00 Uhr die Möglichkeit, die Veranstaltung Spuren der Erinnerung an jüdische Familien in Wolbeck in der Villa ten Hompel zu besuchen. Dies ist eine Veranstaltung von Gegen Vergessen – für Demokratie e.V. Regionale Arbeitsgruppe Münsterland, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V. und Spuren Finden e.V.

Darüber kann man nicht einfach hinweggehen

Stolz präsentiert die Projektgruppe das Werk monatelanger Arbeit: Dr. Christoph Spieker, Dr. Alexandra Bloch Pfister, Peter Schilling, Manfred Hendricks u. Rita Schlautmann-Overmeyer (v.l.n.r., Foto: Lukas Esser)

Die Einbindung der Stolpersteine Münsters in die App des Geschichtsortes Villa ten Hompel sei eine „Weiterführung“, so Peter Schilling, Vorsitzender des Vereins „Spuren finden“. Der Verein hat in Münster 262 Stolpersteine für im Nationalsozialismus verfolgte Menschen verlegt. Da diese Steine mit bewusst wenigen Informationen ausgestattet sind, kommt dem von Stolperstein-Paten erstellten Gedenkbuch eine wichtige Funktion zu. Es dokumentiert die Geschichte derer, für die der Nationalsozialismus keinen Platz mehr in der Gesellschaft hatte.

Nun besteht  die Möglichkeit, via Smartphone überall und frei zugänglich auf Biogramme, Fotos und Dokumente der Verfolgten zurückzugreifen. Laden Sie hier die kostenfreie App der Villa ten Hompel herunter:
Im Google Play Store oder bei iTunes.

Am Geschichtsort Villa ten  Hompel wurde die App zuvor bereits verwendet, um Besucher*innen weiterführende Informationen zur Ausstellung anbieten zu können. Das Anliegen des Vereins „Spuren finden“ ist es, durch die mobile Bereitstellung der Inhalte, die jüngeren Generationen zu erreichen. Interessierte Bürger*innen können so auch im privaten Rahmen die Stolpersteine Münsters erkunden und sich nach eigenem Bestreben weiter informieren, sodass man eben nicht nur darüber hinweggeht.

Wurden die Stolpersteine bisher nur zur Kenntnis genommen, kann nun mehr über die Schicksale erfahren werden, welches ein aktiveres Erinnern und Gedenken in Gang setzen soll. Selbst im Geschichtsunterricht in Schulen Münsters, so Peter Schilling, würde die App Verwendung finden, da Lehrkräfte zusätzlich auf die Funktionen eines Glossars zurückgreifen können, die den Schüler*innen das Lernen über den Nationalsozialismus und die Shoah erleichtere.

Erinnerungspaten stellen sich vor

Im Rahmen der Yad Vashem Lectures haben Sie am Mittwoch, dem 28.11.2018 die Möglichkeit, den Erinnerungspaten für Paul Wulf, Dr. Bernd Drücke, kennenzulernen.

Die Erinnerungspaten stehen stehen stellvertretend für Zeitzeugen aus der Region des Regierungsbezirks Münster und berichten von den persönlichen Erfahrungen mit den Überlebenden des Holocaust.

Paul Wulf wurde als Jugendlicher während des NS-Regimes zwangssterilisiert und kämpfte deswegen sein Leben lang um Anerkennung als Opfer. Auch um Aufklärung über den Nationalsozialismus war er bemüht und erhielt dafür 1991 das Bundesverdienstkreuz.

Vielen Münsteranern ist wahrscheinlich die ihn darstellende Skulptur am Servatiiplatz ein Begriff.

Dr. Bernd Drücke lernte Paul Wulf bereits als Student kennen und es entwickelte sich eine enge Freundschaft. Nach Wulfs Tod gründete Drücke den Freundeskreis Paul Wulf und setzt sich für die Erhaltung der Skulptur ein.

Die Veranstaltung findet am 28. November von 14:30 bis 17 Uhr in der Villa ten Hompel statt und wird möglich gemacht durch unsere Kooperationspartner CJZ, Gegen Vergessen – für Demokratie und die Bezirksregierung Münster.

Führung am Sonntag

Am kommenden Sonntag, dem 25.11.2018 findet die letzte kostenlose Führung durch die Dauerausstellung „Geschichte – Gewalt – Gewissen“ der Villa ten Hompel in diesem Jahr statt. Dazu möchten wir Sie herzlich einladen.

Beginn ist um 15 Uhr, der Eintritt ist wie immer frei, Spenden sind erwünscht. Eine Voranmeldung ist nicht nötig.

Die nächste Möglichkeit zu einem geführten Rundgang haben Sie dann im kommenden Jahr wieder. Selbstständig können Sie die Ausstellung natürlich während der üblichen Öffnungszeiten besuchen:

Mittwoch und Donnerstag: 18-21 Uhr
Freitag bis Sonntag: 14-17 Uhr

Jährliche Mitgliederversammlung

Am vergangenen Montag, dem 19.11.2018 trafen sich zahlreiche Mitglieder des Fördervereins zur alljährlichen Versammlung in der Villa ten Hompel.

Gemeinsam wurde auf das gelungene Jahr 2018 zurückgeschaut und die vertrauten Gesichter wurden erneut einstimmig in den Vorstand und zur Kassenprüfung gewählt.

Ein besonderer Dank geht an alle ehrenamtlich Tätigen, an Helga Pape aus dem Sekretariat der Villa, ohne deren Koordinationstalent solch ein erfolgreiches Gelingen nicht möglich wäre, sowie an Klaus Strodthoff und Wolfgang Copak, deren langjährige Mitarbeit eine Bereicherung für die Villa ten Hompel ist.

Weiterer Dank geht an Jürgen Düttmann, Daniel Gollmann und an das Ehepaar Achterkamp für ihre ausgezeichnete und engagierte Arbeit.

Außerdem möchten wir dem stellvertretenden Leiter der Villa ten Hompel, Stefan Querl, herzlich zu seiner Wahl in den Bundesvorstand von Gegen Vergessen – für Demokratie e.V. gratulieren.

Vielen Dank (auch an alle hier nicht namentlich Genannten) und auf ein erfolgreiches Jahr 2019!